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Um die Erfolgsaussichten beim Handel mit CFDs zu verbessern, sollten Sie das Produkt in seiner Gänze verstehen. Dies stellt sicher, dass Sie beruhigt traden können und Ihre Entscheidung auf Grund der richtigen Überlegungen treffen können. Sie finden auf dieser Seite eine Auflistung und Erklärung der wichtigsten Begriffe. Anhand von Beispielen werden diese anschaulich illustriert.

Basiswert:

Als Basiswert wird der Vertragsgegenstand des CFDs bezeichnet. Sie möchten die Kursentwicklung des EUR/USD handeln? In dem Fall wählen Sie als Basiswert das Währungspaar EUR/USD aus. Basiswerte sind bei uns in vier unterschiedliche Kategorien unterteilt: Währungspaare, Indizes, Aktien und Rohstoffe.

Gap:

Gap wird auch als Kurslücke bezeichnet. In einem liquiden Markt kommt es zu einer kontinuierlichen Preisfindung, d.h. jede Preisstufe wird auch am Markt taxiert.

Beispiel:
Apple Aktien steigen von $100,00 auf $100,10 in zehn Schritten, für jeden Cent kommt es zu einer Preisfindung. Ein Gap entsteht dann, wenn der Preis direkt von $100,00 auf $100,10 springt und jeglicher Preis dazwischen übersprungen wird. Derartige Gaps können bei Ihrem Handel zu besseren und schlechteren Ein- beziehungsweise Ausstiegskursen führen.

Geld-/Briefkurs und der Spread:

Jeder Basiswert wird mit zwei Kursen angegeben, den sogenannten Geld- und Briefkurs. Der Geldkurs ist stets der Preis zu dem Sie einen Basiswert verkaufen und der Briefkurs ist stets der Preis zu dem Sie einen Basiswert kaufen. Die Preisdifferenz zwischen diesen beiden wird als Spread bezeichnet. Genauere Informationen finden Sie HIER.

Haltedauer über Nacht oder Rollover:

Sie handeln ein großes Volumen am Markt, das heißt Sie müssen sich bei Long Positionen große Mengen Geld leihen beziehungsweise stellen diese bei Short Positionen zur Verfügung. Sie müssen üblicherweise für Long Positionen Over-Night Zinsen (Rollover) zahlen, beziehungsweise erhalten diese gewöhnlich für Short Positionen auf Ihr Konto gutgeschrieben. Die genaue Zahlung hängt von den Interbanken Zinssätzen ab. Genauere Informationen finden Sie HIER.

Handelszeiten:

Die MetaTrader Plattform steht Ihnen für den Handel mit Währungspaaren jeweils von Montag 00:00:51 Uhr (GMT+1), bis Freitag 23:59:59 Uhr (GMT+1) zur Verfügung. Diese Zeitangaben unterliegen der Sommerzeitumstellung, welche jeweils mit dem letzten Sonntag im März beginnt und mit dem letzten Sonntag im Oktober endet. Die einzelnen Basiswerte unterliegen unterschiedlichen Handelszeiten. Bitte informieren Sie sich vor dem Handel über diese und die damit verbundenen Risiken. Genauere Informationen finden Sie HIER.

Hebel oder Leverage:

Der Hebel, in der Finanzsprache auch Leverage genannt, beschreibt allgemein die Situation in denen durch den Einsatz von Fremdkapital kleine Marktbewegungen zu großen Ausschlägen im Endergebnis führen. Der Hebel sagt aus in welchem Verhältnis das eingesetzte Kapital zum geliehenen Kapital steht. 1:100 bedeutet sie haben in Summe €101 investiert, wovon €100 geliehen sind und ein Euro aus Ihrem Kapital stammt. Durch diesen Effekt bewirkt eine Bewegung von 1% einen absoluten Betrag von €1,01. Um diesen Betrag ohne Fremdkapital zu erzielen würden Sie eine benötigte Bewegung von 101% benötigen. Beim Handel mit CFDs bezieht sich der Hebel auf das Verhältnis zwischen der erforderlichen Margin und dem am Markt bewegten Kapital. Das folgende Beispiel hilft Ihnen beim Verständnis.

Beispiel
Sie wollen den EUR/USD handeln, welcher angenommen gerade bei $1,08755 notiert. Mit einem Standardkontrakt, welcher 100.000 Einheiten des Basiswerts entspricht, bewegen Sie am Markt ein Volumen von $108.755.

Ihre Margin Anforderung, der Betrag den Sie zur Eröffnung des CFDs benötigen, wird durch den Hebel bestimmt. Anhand der vorhergehenden Erklärung beschreibt der Hebel das Verhältnis zwischen Ihrer Margin und dem bewegten Volumen.

Hebel Volumen Margin
100 $108,755 $1,087.55
200 $108,755 $543.78
500 $108,755 $217.51

Sie sehen, dass ein höherer Hebel Ihre Margin verringert. Auf Grund der Bestimmungen eines Standardkontraktes bleibt das bewegte Volumen stets gleich. Ein Hebel von 500 besagt, dass Sie nur $217,51 als Sicherheitsleistung hinterlegen müssen, aber das 500-fache davon am Markt bewegen.

Kontoguthaben:

Sie sollten stets über ausreichend Kapital auf Ihrem Handelskonto verfügen, da es sonst zu ungewollten Schließungen Ihrer Positionen kommen kann.

Beispiel:
Sie verfügen über $2.500 auf Ihrem Konto und wollen zwei Standardkontrakte auf einen steigenden EUR/USD handeln. Bei einem Kurs von $1,10 entspricht die Margin $2.200, was innerhalb Ihrer Möglichkeiten liegt. Der EUR/USD fällt weiter und erreicht einen Wert von $1,08970, was bei Ihnen zu einem Verlust von $2.060 führt. Ab diesem Preis wird Ihre Position automatisch geschlossen, weil Sie nicht mehr die 20% Grenze der erforderlichen Margin verfügen. ($2.500 – $2.060 = $440; $440 = 20% * $2.200) Wenn der EUR/USD danach wieder ansteigen sollte, können Sie nicht mehr von dieser Kurssteigerung profitieren. Die genauen Bedingungen bezüglich Margin Call und Positionsschließung lesen Sie HIER.

Kontraktgröße oder Lot:

Die Kontraktgröße, auch Lot genannt, sagt Ihnen stets welches Volumen vom Basiswert Sie handeln und bestimmt deshalb welchen Wert einem Pip pro Kontraktgröße zugemessen wird.

Beispiel:
Währungspaare werden meist mit 100.000 Einheiten pro Standardkontrakt gehandelt. Der Wert pro Pip ergibt sich durch Mulitplikation des Pips mit den Einheiten.
EUR/USD → Pip * Einheiten = $0,0001 * 100.000 = $10
GOLD → Pip * Einheiten = $1 * 100 Unzen = $100

Liquidität:

Liquidität beschreibt die aktuelle Verfügbarkeit des zugrunde liegenden Basiswertes. Eine hohe Liquidität führt zu einer stetigen Preisfindung wodurch Sie Ihre erfragten Kurse auch tatsächlich erhalten. Eine geringe Liquidität kann zu Preissprüngen führen (siehe Slippage und Gap), wodurch die verrechneten Kurse von den erfragten abweichen können.

Margin:

Der Begriff „Margin“ entspricht den erforderlichen Mittel, die auf Ihrem Handelskonto frei zur Verfügung stehen müssen um eine neue Position eröffnen zu können. Dieser Betrag wird auf Ihrem Handelskonto blockiert um einer bestimmten für Sie nachteiligen Preisschwankung entgegen zu wirken. Die Margin wird bei Schließung der offenen Position wieder frei gegeben. Etwaige generierte Verluste werden von dieser direkt abgezogen. Verluste, die nicht von der Margin gedeckt wurden, werden von Ihrem Handelskonto abgezogen. Die genauen Margin Bedingungen finden Sie HIER.

Pip:

Ein Pip ist die Einheit beim Handel, in der die Preisänderung eines Basiswertes angegeben wird. Die Größe des Pips ist abhängig vom gehandelten Basiswert und dessen angegebener Kurs. In den meisten Fällen trifft diese sehr einfache Regel zu: Die kleinste Verrechnungsgröße des zugrunde liegenden Kurses mal dem Faktor 10 entspricht einem Pip.

Slippage:
EUR/USD angegeben immer bis zur fünften Stelle nach dem Komma – 0,00001 – multipliziert mit 10 → Pip = 0,0001
USD/JPY angegeben immer bis zur dritten Stelle nach dem Komma – 0,001 – multipliziert mit 10 → Pip = 0,01
DAX Index angegeben immer bis zur ersten Stelle nach dem Komma – 0,1 – multipliziert mit 10 → Pip = 1

Slippage:

In Zeiten volatiler Märkte kann es passieren, dass Sie Ihre Position nicht zu den von Ihnen erfragten Stop Loss oder Take Profit Leveln schließen können. Eine solche Differenz zwischen gesetztem Stop Loss oder Take Profit Level und tatsächlich ausgeführten Kurs wird als Slippage bezeichnet.

Beispiel:
Der EUR/USD notiert bei $1,10248/$1,10256 und Sie haben zum Preis von $1,10256 mit einem Standardkontrakt auf einen steigenden Kurs gesetzt. Eine Take Profit Order soll Ihren Gewinn bei einem Kurs von $1,10340/$1,10348 verbuchen. Eine Marktnachricht führt zu schnellen Preissprüngen und der Kurs steigt von $1,10338/$1,10346 direkt auf $1,10362/$1,10370. Den gewünschten Take Profit Kurs von $1,10340 haben Sie nicht erhalten, stattdessen war der erste verfügbare Kurs bei $1,10362. Die Differenz von $0,00022 wird als Slippage bezeichnet. Ihr Gewinn hat sich bei einem Standardkontrakt demnach um $22 erhöht. Diese Kursschwankungen können dazu führen, dass sowohl Ihre Gewinne als auch Ihre Verluste höher als erwartet ausfallen.

Stop und Limit:

Stop und Limit bezieht sich auf die Art der Ausführung Ihrer erteilten Orders. Diese beiden Begriffe haben nichts mit den ähnlich klingenden Ausdrücken Stop-Loss und Take-Profit gemeinsam. Eine Stop Order müssen Sie erteilen, sollte sich der bestehende Trend Ihrer Meinung nach fortsetzen. Eine Limit Order müssen Sie erteilen, sollte sich der bestehende Trend Ihrer Meinung nach umkehren. Genauere Informationen finden Sie HIER.

Stop-Loss und Take-Profit:

Diese Arten der Auftragsausführung helfen Ihnen Positionen automatisch bei Erreichen bestimmter Grenzen schließen zu lassen. Mit der Stop-Loss Funktion können Sie Ihre Verluste begrenzen und mit der Take-Profit Funktion verbuchen Sie Gewinne, bzw. können diese, falls erreicht, absichern. Genauere Informationen finden Sie HIER.

Risikohinweis: Der Handel mit Forex/CFDs und anderen Derivaten ist hochspekulativ und birgt ein hohes Risiko für Ihr Kapital. Offenlegung Allgemeiner Risiken